Bildungsfahrt nach Ludwigslust

 

Landesgeschäftsführer Michael Stieber als Reiseleiter und Marion Lippold als Organisatorin begrüßten heute wieder eine Busladung voll Bildungshungriger - diesmal zu einem Trip nach Ludwigslust.

Einst eine Residenz der mecklenburgischen Herzöge ist Ludwigslust heute eine lebendige Kreisstadt im Südwesten Mecklenburgs. Wie man sieht. 

Die Sanddorn Storchennest GmbH, Deutschlands größte Sanddornplantage, ist in jedem Fall einen Ausflug wert. Wer an einer Führung teilnimmt, erfährt viel Interessantes über den komplizierten Anbau und die mühsame Ernte der gezähmten Wildfrucht. Aber auch, wie sich die verschiedenen Sorten voneinander unterscheiden, wie sie verarbeitet werden und was man mit Sanddornsaft und Co. so alles machen kann.

Die »Alte Wache«, ein fast quadratischer Bau mit einer Säulenhalle im Eingangsbereich, wurde nach Plänen von Ludwig Wachhusen 1853 als Wach- und Arrestlokal erbaut. Hier befand sich das Quartier für die Wachmannschaften des Großherzoglich Mecklenburgischen Dragonerregiment 17. Vor dem Gebäude sind die Sandsteine mit den Kerbungen für die Gewehrhalterungen der damaligen Wachsoldaten noch erhalten lm Obergeschoss waren außerdem Arrestzellen untergebracht, deren Insassen sich in den schweren Holztüren verewigten, die sich bis heute im Originalzustand befinden.

Im traditionsreichen Gebäude wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Die Stadt entstand aus fürstlicher Laune heraus. Aus Liebe zur Jagd wählte der in Grabow geborene spätere Herzog Christian Ludwig ll das Fleckchen Erde zu seinem bevorzugten Aufenthaltsort. 1735 mit der Fertigstellung des 1. Jagdschlosses erhielt der Ort seine erste herzogliche Gründung. 1754 verkündete er, dass dieser Ort von nun an und für alle Zeiten ››LudwigsLust« genannt werden solle.

Das Residenzschloss Ludwigslust ist Mittelpunkt einer fast vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und einem der schönsten Landschaftsparks im englischen Stil Norddeutschlands. Es beherbergte einst die Herzöge von Mecklenburg-Schwerin und war Ort der Macht, Repräsentation, des Zeremoniells und der Künste.

Entdecken Sie die Kunst und Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts im Schloss Ludwigslust. Herzstück des Schlosses bildet der opulent geschmückte Goldene Saal mit seinen einzigartigen vergoldeten Dekorationen aus Ludwigsluster Carton, den opulenten Säulen, Kronleuchtern und dem restaurierten Parkettfußboden. Galerie und historische Räume zeigen mit Kunst höchsten Ranges die Sammelleidenschaft der Herzöge.

Die evangelisch-lutherische Stadtkirche in Ludwigslust war ursprünglich die Hofkirche der Ludwigsluster Schlossanlage. Sie befindet sich rund 500 Meter südlich des Schlosses und ist mit diesem durch eine Abfolge von Hofplätzen verbunden. Beide Gebäude bilden zusammen das größte Barock-Ensemble in Mecklenburg.

In gerader Achse dem Schloss gegenüber erblickt der Besucher die von 1765 – 1770 nach Plänen des Baumeisters Johann Joachim Busch errichtete monumentale Stadtkirche. Die alte Klenower Kirche genügte den großherzoglichen Ansprüchen nicht und wurde abgetragen. Noch ehe das Schloss erbaut wurde, ließ der Großherzog dann diesen prachtvollen Bau errichten, dessen klassizistische Formen mit barockem Einfluss den Betrachter ebenso verwundern, wie die durch sechs dorische Säulen getragene Vorhalle.