EU-Kommission finanziert Transport von COVID-Patienten in andere Länder

Angesichts knapper werdender Krankenhauskapazitäten wegen der Corona-Pandemie finanziert die EU-Kommission die Verlegung von Patienten in andere Länder mit 220 Millionen Euro.

Dies kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstagabend nach einer Video-Konferenz der europäischen Staats- und Regierungschefs zum weiteren Vorgehen gegen die Pandemie an. Die Hilfe können demnach Länder in Anspruch nehmen, wenn bei ihnen Intensivbetten knapp würden.

Von der Leyen forderte die Mitgliedsstaaten auf, dafür auch die Daten zur Auslastung ihrer Intensivstationen an die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC zu melden. Damit sei es möglich, schnell nötigen Bedarf abzugleichen und die grenzüberschreitende Versorgung von Patienten zu fördern.
Als weitere Maßnahmen nannte von der Leyen eine Vernetzung von Corona-Experten der nationalen Regierungen und der EU sowie die rasche Zulassung von Corona-Schnelltests. Sie forderte die Mitgliedsstaaten auch auf, das EU-Angebot einer Vernetzung nationaler Corona-Warnapps wahrzunehmen und sicherte eine faire Verteilung von Impfstoffen auf alle EU-Staaten zu, wenn diese einsatzbereit seien.

Von der Leyen appellierte gleichzeitig an Politik und Bürger, im Kampf gegen die Corona-Krise nicht nachzulassen. „Ich verstehe, wie müde und besorgt alle sind“, sagte sie. „Aber jetzt ist für uns alle die Zeit für Geduld, Entschlossenheit und Disziplin.“

 

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